Freitag, 10. Oktober 2014

Wieder ein Tag voller Erlebnisse in der Etoscha

Die Tage in den CP’s des Nationalparks sollten vorgebucht werden. Das hatten wir  von zu Hause aus getan. Allerdings die Vorreservierung  für das dritte Camp, das Okaukuejo, hatte nicht geklappt. So brachen wir auf ins Ungewisse, wo wir die kommende  Nacht verbringen werden. 

Die Fahrt verläuft so wie vom Namutoni zum Halali; immer wieder tauchten 
neben der Schotterstrasse verschiedene Wildtiere Namib auf, die Zeit verging wie im Flug.





                                Sehr oft mussten wir stehenbleiben, da wir Querverkehr hatten.



Nicht weit vor dem Camp  Okukejo bogen wir  zu einem Wasserloch ab. Siehe da, wir waren nicht das einzige Auto, wir trauen unseren Augen nicht. Fünf ausgewachsene Elefanten mit einem „Halbstarken“ standen rund um ein Wasserloch. Die Elefantenmutter ließ die Autos nicht aus den Augen, wahrscheinlich war sie der Aufpasser.  Einige dieser Zuschauer waren wirklich ganz vor an den Parkplatzrand gefahren - direkt vor die Elefanten! Wir getrauten uns das nicht und hielten einen Respektabstand. Das Verlassen der Fahrzeuge im Nationalpark ist strikt verboten.




Aus dem Dickicht tauchte ein Riesen - Elefant auf und trottete gemächlich, jedoch zielgerade auf das Wasserloch zu.  Je näher er kam, umso mehr wichen die anwesenden Artgenossen zurück und überliessen  ihm  die Wasserstelle. 






Hier war grauer, sandig lehmiger Boden und im Nu hatte  das aufgewühlte Wasser die selbe Farbe. Lange tollte er darin herum und spritzte sich viele Rüssel voll davon über den Rücken, die Flanken und den Kopf. Das war ein Schauspiel!! Wir könnten hier noch eine kleine Ewigkeit bleiben,  doch wir mussten ja noch schauen, ob wir auf dem Camp für die kommende Nacht noch einen Platz bekommen, denn ab 19 Uhr ( die Schließungszeit ändert sich mit Sonnenuntergang) ist der Aufenthalt für Touristen ausserhalb von Campingplätzen und Lodges im Nationalpark nicht mehr erlaubt.



Es klappte. Unser Platz lag zwar in der prallen Sonne, aber die etwas komplizierte Markise wollten wir nicht ausfahren und so stellen wir das Auto mit dem aufgestellten Dachzelt quer und hatten  dahinder quasi „gratis“ Schatten. 
In den Waschräumen wurde durch Plakate auf  Schakale, welche in der Dunkelheit den Platz besuchten, hingewiesen und ersucht, diese nicht zu füttern. Schemenhaft sahen auch welche, doch niemand stört sich daran. Im Morgengrauen heulten sie uns aus dem Schlaf.